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Zum Jahresbeginn 2021

Das gerade erst vergangene Jahr 2020 war ein überwiegend schwieriges, ja, schweres Jahr. Die Corona-Pandemie, die man zunächst gar nicht als solche erkannt hatte, hat unser aller Leben verändert, ganz gleich, ob wir nun selbst von der Corona-Erkrankung betroffen waren oder nicht. Wir leben nicht mehr wie vorher. Wir haben nicht mehr die gleiche offene Zukunft wie vorher. Offen insofern, dass wir nicht mehr unbefangen Pläne machen, von denen wir ausgehen, dass sie sich auch umsetzen lassen.

Natürlich kann immer etwas dazwischenkommen, was die eigenen Pläne über den Haufen wirft. Aber das verdrängen wir gekonnt. Und ja, es wäre auch falsch, alles nur unter Vorbehalt zu tun. Zögern und Zaudern zerstört die eigene Lebensfreude und belastet die Menschen, die mit einem leben.

Aber 2020 war besonders. Sehr bald schon konnte niemand mehr so tun, als ginge ihn Corona nichts an, als machte dieses Virus nichts mit ihm oder ihr. Es war beinahe (?) zum Hauptthema unseres Lebens geworden. Unsere Antennen waren und sind immer noch auf Vorsicht gerichtet und auf die Hoffnung, dass alles wieder gut werden wird. Die aussichtsreiche Impfung tut eine Menge dazu.

Ob wir wohl, wenn wirklich alles einmal wieder gut ist hinsichtlich Corona, genauso sind wie vorher? Oder ob wir wohl ein bisschen bewusster leben werden, mehr in der Gegenwart und mehr mit denen, die uns wirklich wichtig sind? Ob wir wohl bescheidener werden und weniger eingebildet auf das, was wir uns leisten können? Ob wir wohl achtsamer umgehen mit unserer Umwelt und demütiger mit unseren eigenen Möglichkeiten angesichts der Abermillionen von Menschen, die sich ein Leben im Wohlstand überhaupt nicht ausmalen können? Zu wünschen wäre das bestimmt. Nicht zuletzt, um unvorhersehbaren Ereignissen zukünftig weniger angstvoll gegenüberzutreten.

„Meine Zeit steht in deinen Händen“, lautet ein Satz in Psalm 31.
Der Anfang dürfte sich noch allgemein mitsprechen lassen: „Meine Zeit...“. Der Rest dagegen ist bereits ein persönliches Bekenntnis: Es ist das Bekenntnis, dass ein Gott ist und dass Gott mit dem Leben des Bekennenden etwas zu tun hat. Er drückt es aus durch die menschliche Vorstellung, Gott halte seine Lebenszeit in Händen, von Anfang bis Ende.

Ich stelle hier bewusst einmal etwas einander gegenüber: unsere Naivität bezüglich der Planbarkeit unseres Lebens und das damit einhergehende Erschrecken, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert – und die Gelassenheit bezüglich der menschlichen Endlichkeit.

Es macht einen Unterschied, ob wir leben, als hätten wir allein die Herrschaft über unser Leben oder nicht. Davon bin ich überzeugt, selbst wenn auch ich nicht ständig in dem Gefühl lebe, von einem Gott getragen zu sein. Das Ab-und-Zu reicht da schon aus. Es reicht, um uns den Hochmut zu nehmen und die nur zu verständlichen Ängste nicht einfach zu verdrängen, sondern sie jemand anzuvertrauen.

Ich wünsche Ihnen für den Jahresanfang und das kommende Jahr die gute Balance zwischen der Hoffnung auf das, was Menschen zum Wohle aller können und dem Gefühl, sich jemandem wie Gott anvertrauen zu können.
Es wäre schließlich möglich, dass es genau die positiven Eigenschaften und Fähigkeiten von Menschen sind, die uns den Eindruck vermitteln, von Gottes Händen getragen zu sein.

Ihre Pfarrerin

Susanna Arnold-Geißendörfer

 

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