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Zum Letzten Sonntag nach Epiphanias, 30.1.22: Weihnachten wirkt nach

 

Liebe Leserinnen und Leser,

trotz Corona hat die regelmäßige Feier des Gottesdienstes längst wieder begonnen in unserer Gemeinde. Die Auswirkungen der Pandemie sind aber noch deutlich spürbar: Es besuchen nicht sehr viele Menschen den Gottesdienst. Die einen aus immer noch vorhandener Angst vor Ansteckung, andere, weil sie es sowieso nicht mehr bewältigen können, ca. eine Dreiviertelstunde in der Kirche zu sitzen. Noch dazu im Winter. Und auch das Interesse an Gottesdiensten lässt immer mehr nach, sicherlich nicht erst seit Neuestem…

Doch darüber will ich nicht räsonieren. Was ich möchte, ist, Ihnen, wie in den härtesten pandemischen Zeiten, wieder einmal ein paar biblische Texte und Gedanken zukommen zu lassen, die Sie möglicherweise aufmuntern, vielleicht auch unerwartete gedankliche Impulse geben und in gewisser Weise „am Ball bleiben“ lassen.

Dieses Mal mit einem Psalm (Psalm 97 in eigenen Worten) und einem Abschnitt aus dem 2. Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth (2 Kor 4,6-10 auch in eigenen Worten).

Viel Freude beim Lesen und herzliche Grüße, Ihre Pfarrerin

Susanna Arnold-Geißendörfer

 

Psalm 97:

Gott ist der einzige Gott und darum ist er König: Darüber sollen sich alle Länder der Erde freuen! Damit man ihn nicht selbst zu erkennen glaubt, umgeben ihn Dunkelheit und Wolken. Menschenrecht und Barmherzigkeit sind sein unsichtbarer Thron, auf ihnen fußt sein Wirken in der Welt.
In alter Zeit dachte man: Gott lässt Feuer wüten, das alle tötet, die ihn ablehnen. Blitz und Donner toben weiterhin und viele erschrecken deswegen immer noch. Selbst Berge explodieren und zerfallen in sich selbst und man meint, es könne nur Gott sein, der das vollbringt.

Doch hinter diesen Naturschauspielen verborgen ist seine Barmherzigkeit in der Welt, alle Völker müssten Gottes Herrlichkeit sehen können. Darum sollen sich diejenigen schämen, die noch irgendwelchen Götzenbildern anhängen! Und auch die angeblichen Götter sollen Gott endlich als den einzigen akzeptieren!

In Jerusalem hat man schon verstanden und im Land Juda freut man sich bereits darüber, denn du, Gott, machst deutlich, dass du da bist. Schließlich bist du der Höchste: in der ganzen Welt und damit auch über allem, was die Welt sonst so anbetet.

Also: Wenn ihr Gott liebt, dann wendet euch von aller Bosheit ab. Gott behütet die Seelen der Menschen, die ihn erkennen; er bewahrt sie vor denen, die ihn ablehnen. Wer Gottes Sinnes ist, dem geht immer wieder ein Licht auf und der freut sich immer wieder, dass er etwas begriffen hat. Ihr, die ihr mit Gott eines Sinnes seid, seid also froh, diesem Gott anzugehören und haltet seinen Namen in Ehren!

 

2 Kor 4, 6-10:

War es nicht Gott, der sprach: Es werde Licht?! Dieser Gott hat auch unser Inneres erleuchtet, und zwar so sehr, dass wir ihn wahrnehmen können in Jesus Christus.

Dies ist unser Schatz, den wir in uns tragen, obwohl wir sterblich sind. Daraus erwächst große Kraft, denn sie kommt nicht aus uns selbst, sondern von Gott. Nur durch sie können wir es ertragen, wenn man uns angreift.
Natürlich haben wir Angst, aber verzagen tun wir nicht. Ja, unter Umständen leiden wir auch Unterdrückung und werden sogar verfolgt wegen unseres Glaubens, aber das wirft uns nicht um, denn Gott verlässt uns nicht, darauf setzen wir.

Es bleibt eine Tatsache, dass wir sterben müssen, sogar möglich, dass wir so erbärmlich sterben müssen wie Jesus. Aber es bleibt auch eine Tatsache, dass man uns anmerkt, dass Jesus immer noch in uns wirkt und Ausstrahlung behält.

 

Auslegung:

Am Ende der so genannten Epiphaniaszeit, der Zeit, in der der weihnachtliche Schein der Geburt Jesu noch seine letzten Strahlen in die Welt wirft, lesen wir biblische Texte, die das bestätigen wollen, die genau so geschrieben sind, als wollten sie noch etwas von diesem Schein in die kommende Zeit hinüberretten.

Retten heißt dabei aber nicht Ablenken von der Realität. Das würde wohl auch nicht funktionieren. Denn die Realität ist gebrochen. Zwar ist sie nicht ausschließlich von Sorgen und Angst geprägt, aber eben auch. Wir Menschen leben nicht ewig und nicht gefahrlos, auch wenn wir nicht alle Gefahren ständig vor Augen haben und haben können, weil es uns planlos und handlungsunfähig machen würde. Und so ist es vernünftig, weil realistisch, an beide Seiten zu denken: das Wunder des beginnenden Lebens auf der einen und das Grauen des Todes auf der anderen Seite.

Gerade haben wir einen guten Freund besucht, der genau diese grausame Seite aushalten muss: schwerkrank und todgeweiht zu sein, nach einem nicht einmal ganz sechzigjährigen Leben. So schlimm so etwas mitanzusehen ist und so machtlos man in gewisser Weise danebensteht, so deutlich führt es einem auch die eigene Fragilität und Sterblichkeit vor Augen. Wir können hoffen, dass bei unserem Freund wie bei uns das religiöse Wissen und die religiöse Ader so viel inneren Halt stiften, dass man es schafft, sich in das Sterben Jesu miteinzufinden, dem ja auch nichts erspart blieb.

Genau das tut nämlich unser leidgeprüfter Apostel: Er findet sich ein in das Sterben Jesu, so sehr, dass er es genauso in sich trägt wie die Stärke Jesu, die er als Kraft Gottes erfährt und als Leuchten beschreibt, das aus dem Inneren kommt. Wir dürfen annehmen, dass das Leuchten gemeint ist, das einmal von Weihnachten ausging, dass es die weihnachtliche Freude ist, dass ein Mensch geboren wurde, der auf wundersame und großartige Weise neu Hoffnung machte auf Gottes Nähe und der große Wirkung hatte auf Menschen in aller Welt.

Lesen wir darum noch einmal aus 2. Korinther 4:
„War es nicht Gott, der sprach: Es werde Licht?! Dieser Gott hat auch unser Inneres erleuchtet, und zwar so sehr, dass wir ihn wahrnehmen können in Jesus Christus.

Dies ist unser Schatz, den wir in uns tragen, obwohl wir sterblich sind. Daraus erwächst große Kraft, denn sie kommt nicht aus uns selbst, sondern von Gott. Nur durch sie können wir es ertragen, wenn man uns angreift.
Natürlich haben wir Angst, aber verzagen tun wir nicht. Ja, unter Umständen leiden wir auch Unterdrückung und werden sogar verfolgt wegen unseres Glaubens, aber das wirft uns nicht um, denn Gott verlässt uns nicht, darauf setzen wir.

Es bleibt eine Tatsache, dass wir sterben müssen, sogar möglich, dass wir so erbärmlich sterben müssen wie Jesus. Aber es bleibt auch eine Tatsache, dass man uns anmerkt, dass Jesus immer noch in uns wirkt und Ausstrahlung behält.“

 

 

 

 

 

 

 

 

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